Berichte aus dem Ruderjahr 2012

a) Jugendrudern: Rgo Cup im DRC   21.01.2012

b) Kurznachrichten 2011

Berichte aus dem Ruderjahr 2011  

1) Weiberwanderfahrt oder Wanderrudertreffen in Stolzenau

2) Steuermannsübungsfahrt auf der Aller im Juli

3) Wesermarathon 2011

4) Ostereiersuche einmal anders

5) Fünf Ruderer und ein "Zweier ohne"

6) Neujahrstreffen der Rudersparte 09.01.2011


a) Jugendrudern: Ergo Cup im DRC                    21.01.2012

Für das verregnete dritte Wochenende im Januar haben sich vier Jugendliche vorgenommen, ihre Trainingsarbeit der Wintermonate auf die Probe zu stellen: unter Wettkampfbedingungen. So konnte kontrolliert werden, ob die Stunden auf dem Ergometer gut investiert sind.

Der DRC (Deutscher Ruder-Club Hannover) lud am Samstag den 21.01. zum traditionellen Ergo-Cup ein, in dessen Rahmen auch der Talent-Cup des LRVN ausgetragen wurde. Für den WSV sind die B-Junioren Tim Köhler (Jahrgang 97) und Lennart Großart (96) sowie Leonard Schwarz (01) im Kinderbereich angetreten; Tim Schulz (99) musste leider kurzfristig wegen einer hartnäckigen Erkältung absagen. Dafür ist Michel Bonnecke mitgefahren und bildete den Fanclub.

Leonard, für den dies der erste Ruderwettkampf überhaupt war, musste als erster ran und sich auf der 300m-Strecke gegen die Konkurrenz behaupten. Nach einem zögerlichen Start kam er immer besser in Schwung und konnte sich unter den Leichtgewichten auf den zweiten Platz vorarbeiten. Er passierte mit einer Zeit von 1:23,4 Min. die virtuelle Ziellinie. Im Kinderbereich gab es für die zweit- und drittplazierten jeweils eine Trinkflasche als „Trophäe“.

Bei den B-Junioren wurden die Läufe kurzfristig neu eingeteilt, sodass sich Lennart plötzlich in einem großen Feld mit sieben Startern, darunter die vereinsinterne Konkurrenz Tim K., in der offenen Gewichtsklasse wiederfand. Michel sprang dankenswerterweise als Motivator ein und begleitete Lennart während des Rennens. Mit Erfolg! Lennart erkämpfte sich auf 1000m den ersten Platz in 3:33,8 Min. Tim folgte dicht darauf mit einer Zeit von 3:38,3 Min. und landete auf Platz 4. Insgesamt war das Feld B-Junioren sehr eng, was für laute Anfeuerungsrufe und ordentlich Stimmung im Saal sorgte.

Insgesamt scheinen sich die anstrengenden Trainingsstunden auf dem Ergometer auszuzahlen und lassen uns sehnsüchtig die Wassersaison erwarten.

b) Kurznachrichten 2011

Das Jahr in Zahlen – oder:  was EFA alles verrät!
•    35409 km wurden in 2983 Fahrten errudert!
•    Ruderkönig wurde wieder Klaus G. mit 3471 km, mit mehr als 1000 km Vorsprung vor der Ruderkönigin Daria (2438 km).           
•    Mehr als 1000 km ruderten außerdem Klaudia (1917 km), Ulla (1645 km), Bernhard (1617 km), Jürgen P. (1616 km), Ute (1456  km), Udo (1081 km), Dagmar T. (1037 km) und Alois (1024 km).
•    Bester Schnupperruderer war Michael Kokott mit 696 km.
•    Bei der Jugend führte Tim Köhler mit 793 km.
•    Die erste Fahrt absolvierte Klaus G. am 15.01. im Gummibärchen.
•    Der letzte Jahreseintrag ist am 31.12. die Fahrt mit der Moorvenus (Jürgen P., Udo, Ute, Matthias, Daria), obwohl  die Moorlady (richtig: More Ladies) mit Kai, H-P und Michael K. als letztes Boot am Steg war.
•    Die Einerstatistik führt Klaus G. mit über 2000 km im Gummibärchen an, gefolgt von Ulla.
•    In der Riemenstatistik hat Jürgen P. die meisten km .
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Jürgen, der als Admin dafür sorgt, dass uns diese Zahlen alle zur Verfügung stehen!

Veranstaltungen und Ereignisse:
•    Der Neujahrsachter fand am 09.01.2011 wieder ohne Rudern statt.
•    In der ersten Spartenversammlung des Jahres wurde Kai neuer „Ruderwärter“.
•    Klaudia übernahm von Bärbel die Leitung der Montagsruderinnen.
•    Winterzeit ist Theaterzeit: Mehrere Mitglieder der Rudersparte bewunderten Marianne in der Hauptrolle der Theaterversion von „Die 12 Geschworenen“.
•    Steine schleppen statt rudern: Bernhard organisierte die Pflastersteine für den Weg zum Vereinshaus und den Weg zum Schaukasten (für dessen Anschaffung und Aufstellung er ebenfalls verantwortlich war)
•    An kalten Wintertagen restaurierten Bernhard, Klaus M., Lutz, Reinhard und Schorse den Riemen2er „Körber“, der zur Saisoneröffnung von Jürgen P. und Alois eingeweiht wurde.
•    Die Zubereitung von frisch geangeltem Fisch gehörte zum Trainingslager der Jugend in den Osterferien.
•    Beim von Alois organisierten Staffelrudern blieb leider mancher Bootsplatz leer, so dass das Ergebnis von 2009 nicht erreicht wurde.
•    Beim alljährlichen Wesermarathon (3 Tage von Bad Sooden bis Hameln) wechselten die Teilnehmerzahlen in diesem Jahr täglich.
•    Jörn und Klaus organisierten kurzfristig eine Pfingstwanderfahrt auf Aller und Leine. Für einen vergessenen Steuermannssitz musste  ein Ersatz gebastelt werden.
•     Der alljährliche Schnupperkurs fand unter Leitung von Jürgen P. statt und brachte erstmals mehr männliche als weibliche Neumitglieder!
•    Wie immer gab es eine Rudermatinee und ein Mittsommerrudern.
•    Bernhard organisierte „Rudern und Kultur“ auf und an Donau, Vils, Ilz und Inn.
•    Im Sommer verließ uns Frauke, um eine Vereinsdependance in Oldenburg zu gründen.
•    Die jugendlichen Ruderer nahmen an Regatten in Otterndorf, Hannover und  Celle teil.
•    Mit einer Allertour (für Steuermannsneulinge) bewies Matthias, dass man auch eine Wanderfahrt durchführen kann, ohne wichtige Teile zu vergessen!
•    Der Pokal für die Fahrt um die Strohauser Plate wurde erfolgreich verteidigt.
•    Die Ruderjugend verbrachte ein Wochenende auf und an der Weser.
•    Die Herrenmannschaft ruderte beim Head of the river Leine in die Büsche – das gab Arbeit für Jörn, der im Reparieren der Achterspitze mittlerweile schon geübt ist.
•    Beim Wanderrudertreffen des RC Stolzenau wurden die Teilnehmer(innen) des WSV  auf die über 20 Boote verteilt – so lernt man andere Ruderer kennen!
•    Im November organisierte Alois eine Fahrt im Doppelachter auf dem Hildesheimer Stichkanal.
•    Beim Nikolausrudern des DRC wurden auch mehrere Rotmützen des WSV gesichtet!
•    Das schlimmste Ereignis des Jahres war der plötzliche Tod von Bernhard.
•    Das Weihnachtsrudern fand in diesem Jahr erstmals ohne Schrottwichteln statt.
Und wie immer :  Alle Angaben ohne „Gewehr“ und Anspruch auf Vollständigkeit!

DK

Berichte aus dem Ruderjahr 2011  

1) Weiberwanderfahrt oder Wanderrudertreffen in Stolzenau

2) Steuermannsübungsfahrt auf der Aller im Juli

3) Wesermarathon 2011

4) Ostereiersuche einmal anders

5) Fünf Ruderer und ein "Zweier ohne"

6) Neujahrstreffen der Rudersparte 09.01.2011

1) Weiberwanderfahrt oder
Wanderrudertreffen in Stolzenau

Zu jedem Jahresablauf gehört beim WSV auch eine Weiberwanderfahrt der Ruderinnen. So planten es Klaudia und Sigrid auch für 2011 und wählten als Ausgangspunkt Stolzenau an der Weser. Doch dann stellte sich heraus, dass an dem geplanten Fahrtenwochenende ein Wanderrudertreffen beim RC Stolzenau stattfinden sollte. Da sich jedoch kein anderer Termin fand, entschlossen sich die Ruderfrauen, die Weiberwanderfahrt mit dem stolzenauer Event zu verbinden.
Die Anmeldung erfolgte über das Internet – und im Gegensatz zu den vorhergegangenen Fahrten gab es einen Meldeschluss, was die eine oder andere potentielle Teilnehmerin leiderübersah. So waren es letztlich 7 Frauen und 2 Männer (es war ja ein Wanderrudertreffen!), die unseren Verein bei der Veranstaltung vertraten.
Bernhard und Klaus beschlossen, die Fahrt bereits am Freitag mit einer Tour von Minden bis nach Stolzenau einzuleiten. Für diese ca. 40 km lange Fahrt konnten sie noch Klaudia und Dagmar, die für die eigentliche Veranstaltung keinen Platz mehr bekommen hatte, gewinnen. Ulla übernahm freundlicherweise den „Landdienst“.
Während Dagmar also abends per Bahn wieder abreiste, trafen Ute, Gabi und Sigrid rechtzeitig zum abendlichen Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Ruderclubs Stolzenau ein. Neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Sport und Wirtschaft richtete auch Bernhard ein paar Worte an den Gastverein mit seinem Vorsitzenden Udo Burmester.
Der Abend endete relativ früh, denn am nächsten Morgen stand mit über 50 km eine recht lange Ruderstrecke bevor. Begleitet von vielen Regenschauern machten sich auch Dorothee und Daria am Samstagmorgen auf den Weg und fürchteten einen schrecklich nassen Rudertag. Vor Ort stellten die Teilnehmer dann fest, dass außer Ulla und Bernhard alle WSVler auf verschiedene Boote verteilt waren und Dorothee war entsetzt, dass sie in ihrem Boot sogar die Obfrau und somit für die Mannschaft verantwortlich war.
Ab 08:00 Uhr fanden sich nach und nach die einzelnen Mannschaften bei den ihnen zugeteilten Booten. Waren alle beisammen, reihte man sich mit Boot und Gepäck in die lange Schlange am Steg ein. Und dann ging es los: im meist fremden Boot mit fremden Skulls und meist unbekannten Mannschaftskameraden. Bedingt durch unterschiedliche Einstelldauer und Fahrgeschwindigkeit verteilten sich die Boote schnell auf der Weser. Erst an der Schleuse in Landesbergen, wo Udo uns mit seinem Megafon erwartete, waren die etwa 20 Boote wieder beisammen und man entdeckte auch das eine oder andere bekannte Gesicht in dem Gewimmel.
Zur Mittagszeit erreichten wir Nienburg. Auch hier erwartete uns am Steg des Rudervereins wieder der Landdienst, und wir konnten uns beim dortigen Verein mit dem Inhalt unserer Lunchpakete und einem heißen Kaffee stärken sowie die Keramikabteilung des Vereins aufsuchen. Nach unterschiedlich langer Pause brachen die Mannschaften zu einer weiteren Etappe auf: das nächste Treffen der Boote fand vor der Schleuse in Sebbenhausen statt. Nun mussten noch ca. 12 km bei teilweise starkem Gegenwind bewältigt werden, bis das Ziel, der Ruderverein in Hoya, in Sicht kam.
Auch hier warteten wieder die fleißigen Helfer aus Stolzenau, um mit uns die Boote mit aus dem Wasser zu holen, abzuriggern und zu verladen. Die Wartezeit bis zum Eintreffen der Busse, die uns dann nach Stolzenau zurück fuhren, verbrachten wir bei Kaffee und Kuchen.
In Stolzenau trat Daria den Heimweg an, während die restliche Truppe sich abends noch zu einem gemütlichen Beisammensein mit leckerem Buffet, Tanz und netten Einlagen traf.
Am Sonntag nutzten die einen noch die Gelegenheit, mehr oder weniger ambitioniert bis zur Schleuse Schlüsselburg zu rudern, während andere bereits am Morgen den Heimweg antraten. Die ca. 20 km lange Ruderstrecke führte ins benachbarte Bundesland Nordrhein-Westfalen, und Udo Burmester machte sich den Spaß, die Teilnehmer am Ufer abzupassen, um zur Passkontrolle zu bitten.
Um 17:00 waren dann fast alle Teilnehmer inklusive Wolfgang, der den DRC bei der Veranstaltung vertreten hatte, wieder in Altwarmbüchen versammelt, um die Boote des WSV wieder abzuladen. Alle waren sich einig, dass wir tolle Fahrten mit einer fabelhaften Organisation erlebt hatten.
DK

2) Steuermannsübungsfahrt auf der Aller

Nachdem in diesem Jahr sechs Mitglieder einen Kurs für Steuer- und Obleute in Papenburg erfolgreich absolviert hatten, kam der Wunsch nach einer praktischen Übung auf. Steuerneuling Matthias organisierte daher eine Tagesfahrt auf der Aller von Celle-Boye nach Marklendorf, eine Strecke, die mit 32 km anfänger- und mit zwei Schleusen auch gut übungsgeeignet ist.
Damit auch wirklich nichts vergessen wurde, hatte der Fahrtenleiter beim Aufladen einen großen Merkzettel dabei – so wurden die Skulls paarweise verladen, an einen Ersatzrollsitz gedacht und sogar die auf Wanderfahrten eigentlich überflüssigen Böcke in den Hänger gepackt.
Am nächsten Morgen war die Aufteilung der 8 Ruderer auf die zwei Fahrzeuge schnell erfolgt, und wir konnten pünktlich um 8:30 Uhr aufbrechen. Während dann am Startpunkt die Boote aufgeriggert wurden, brachten unsere Fahrer eines der beiden Autos zum Tagesziel. Da dies jedoch länger dauerte, hatte Matthias noch eine Reihe von Aufgaben für die Zurückgebliebenen – neben der Frage, wer mit wem in welchem Boot rudert und wann steuert, beschäftigten wir uns mit der Bedeutung von roten Tonnen und anderen Beschilderungen, die uns im Laufe des Tages begegnen sollten und dem Problem, wie man bei starkem Wind am besten ablegen. Da wir 2 Boote hatten, wurden dann beide Ablegeversionen praktiziert, und jede hatte so ihre Tücken...
Angesichts des starken Windes kam nach kurzer Zeit die Frage des Fahrtenleiters, ob evtl. ein Abbruch der Tour gewünscht wurde. Aber noch waren wir frisch und guter Dinge und erlebten Abschnitte, in denen der Wind günstig stand, und man zumindest ein bisschen Strömung spürte.
Nach vielen Flussbiegungen kam die Schleuse Oldau in Sicht, an der Michael die Aufgabe des Schleusenwärters übernahm und mit Bravour meisterte, wofür wir uns lauthals bedankten.
Nächster Haltepunkt war der Campingplatz Winsen. Hier legten wir an, um unsere mitgebrachten Brote zu verzehren und uns anschließend noch mit Kaffee und Kuchen zu stärken – letzteres natürlich nur, um kostenfrei ein vernünftige Toilette nutzen zu können.
Gut gestärkt ging es weiter, und nach vielen Flussbiegungen erreichten wir die Schleuse Bannetze, deren Bedienung Regina übernahm. Nachdem ein letztes Mal „Das Tor geht auf“ gesungen war, kam Regina wieder an Bord und wir dankten auch ihr mit einem dreifachen „Otard“. Die Entstehung dieses sparteneigenen Schlachtrufes erklärte uns anschließend Jürgen, der als erfahrenster Ruderer der Gruppe auch sonst mit seinem Wissen öfter weiter half.
Im weiteren Fahrtverlauf spürten wir den Gegenwind immer mehr. So verzichtete die Mannschaft der Moorhexe auch auf ein Anlegemanöver zwecks Steuermannswechsel. In der Moorlady hingegen übten Ute und Matthias sogar noch den Wechsel auf dem Wasser. Wie Klaudia später verriet, lief diese Aktion nicht ganz reibungslos ab...
Kurz vor Ende der Fahrt traf die Berichterstatterin noch eine heftige Welle, die sie backbord komplett durchnässte. So störte es auch nicht weiter, dass alle zum Anlegen ins Wasser steigen mussten, wobei auch Elkes Hose Bekanntschaft mit dem Allerwasser machte, da sie sie nicht weit genug hochgekrempelt hatte. Nach dem Umziehen und teilweise sehr ausgiebigen Entsanden und Abtrocknen der Füße wurden dann die Boote abgeriggert und aufgeladen, während Michael und Matthias das zweite Auto aus Boye abholten.
Zurück in Altwarmbüchen wurde Matthias für die Organisation der Fahrt mit dem schon bekannten Schlachtruf gedankt und festgestellt, dass er ein ausgezeichneter Kandidat für das derzeit noch vakante Amt des Wanderruderwartes wäre.


3) Wesermarathon 2011

Der Termin für den alljährlichen Wesermarathon lag in diesem Jahr auf dem letzten Aprilwochenende. Die unterschiedlichen Teilnehmerzahlen an den einzelnen Tagen sowie die Tatsache, dass die Moorlady wegen Defekts nicht eingeplant werden konnte forderten Alois Planungstalent besonders.

Wie schon im Vorjahr gab es wieder eine Freitagstour auf der Werra von Bad Sooden-Allendorf bis nach Hann. Münden. Damit alle 8 Mitfahrer die Strecke durchgehend rudern konnten, wurde zunächst ein Fahrzeug in Hann. Münden kostenfrei zwischen den Jahrmarktbuden auf der Ziegeninsel geparkt, dann ging es zum Startpunkt in Bad Sooden. Die zwei Vierer wurden aufgeriggert. Beim Einsetzen rutschte Alois seine Kamera aus der Hand – Klaus G. rettete sie mit einem schnellen Griff vor dem Ertrinken. Dann wurde die 40 km lange Strecke in Angriff genommen. Bei Schiebewind konnte mit hochgestellten Skulls segelnd eine Geschwindigkeit von 9,6 (Moorvenus) bzw. sogar 10 km/h (Fango) erreicht werden. Das höhere Tempo der Fango führten wir auf die großen Blätter von Klaus’ Skulls zurück – oder lag es daran, dass das Boot leichter ist?

Die Stromschnelle hatte in diesem Jahr keine Tsunami-Ausmaße, dennoch bescherte sie beiden Steuermännern nasse Hosenböden. Am Wehr in Höhe des „letzten Hellers“ war die Fahrt in diesem Jahr nicht zu Ende, sondern die Boote wurden zur Weiterfahrt umgetragen. Hierbei machte Klaus G. die erschreckende Entdeckung, dass ein fast durchgehender Riss im Ausleger steuerbord auf Platz vier der Fango war. Da die An- und Ablegemanöver an diesem Tag jeweils an backbord erfolgt waren, schied ein Unfall aus. Auf jeden Fall musste auf diesem Platz jetzt sicherheitshalber mit weniger Kraft gerudert werden - eine schwere Aufgabe für Klaus.

Wenige km weiter mussten die Boote an einem Wehr nochmals umgetragen werden. Wir entschieden, die Boote hier, kurz vor dem Zusammenfluss von Werra und Fulda, liegen zu lassen.

Nun war der in Bad Sooden abgestellte Wagen mit Hänger abzuholen. Da verständlicherweise nicht alle in das vor Ort geparkte Auto passten, stellte sich für eine Gruppe von vier Ruderern die Frage des Zeitvertreibs: Stadtbesichtigung und Eis essen in der Mündener Altstadt oder die 4 km bis zum letzten Heller zu wandern und dort mit Klaus zusammentreffen? Wir entschieden uns leichtsinnigerweise für die zweite Variante – der Weg entlang der Bundesstraße war nicht gerade idyllisch, und die Beschilderung hatte glatt einen km unterschlagen. Dafür mussten wir am Treffpunkt nicht lange warten, und gegen 19:00 Uhr erreichten wir endlich unsere Unterkunft in Lippoldshausen. Zwischen Auspacken, Duschen und Essen musste erst einmal das Fernsehgerät eingeschaltet werden, hatten wir doch tagsüber die Lifeübertragung der Hochzeit von Käthe und Willi nicht verfolgen können. Leider war die Ausbeute nur sehr mager, der Hunger trieb uns in die Gaststube.

Als später die Nachzügler unserer Rudertruppe eintrafen, machte Doro uns dann mit ihren Eindrücken von der britischen Hochzeit richtig neugierig, und am nächsten Morgen hatten Klaudi und ich dann endlich Glück und erwischten eine bildreiche Zusammenfassung im Fernsehen.

Nach dem Gruppenfoto vor dem Gasthaus machten wir uns dann auf den Weg zu den Booten. Unser Chefschrauber Jörn war glücklicherweise der Meinung, dass der angerissene Ausleger halten würde, und so konnten wir wie geplant ablegen, was sich in dem kabbeligen Wasser als nicht ganz einfach erwies.

Jürgen und Regina übernahmen die Aufgabe, die drei Fahrzeuge zum Wechselpunkt in Oberweser zu bringen, die zweite Etappe des Landdienstes übernahmen dann Klaus M. und Hendrik. Obwohl die Mannschaft der Fango durchrudern konnte, holten wir die Moorvenus nicht ein und wurden in Höhe des Beverunger Kanuklubs von unseren kaffee- oder biertrinkenden Mitruderern begrüßt. Dabei machte die Fango-Besatzung gleich Bekanntschaft mit den Tücken der Buhnen. Erst nach einem weiteren Ruderkilometer hatte auch diese Mannschaft ihr Tagesziel erreicht: Da die Fango verladen werden sollte, legten wir direkt in Beverungen an, da man den unterhalb der Straße liegenden Kanuklub nicht mit dem Hänger hätte anfahren können.

Das Boot war kaum aus dem Wasser, als der Rest der Truppe eintraf – Klaus M. schon frisch geduscht und ausgehfein. Er hatte es eilig, so dass die mit ihm heimreisenden Damen sich schnell verabschieden und das Verladen der Fango den anderen überlassen mussten. Für uns vier ging es dann in rasantem Tempo durch die hügelige Frühlingslandschaft heimwärts.

Währenddessen erholten sich die übriggebliebenen 8 Marathonis in der Kristalltherme in Bad Karlshafen. Nach dem Wellnessteil der Fahrt war am nächsten Tag wieder Rudern angesagt, denn das Endziel Hameln war noch gute achtzig Kilometer entfernt. Während in der Moorvenus gerudert wurde, übernahmen jeweils drei Personen den Landdienst. Gewechselt wurde mittags in Polle. Für etwas Aufregung sorgte an diesem Tag noch die überschäumende Weser in Höhe des Kraftwerkes in Grohnde. Was hatte das zu bedeuten? Nun, vermutlich war hier ein Antialgenmittel in das Wasser gegeben worden.

Doro fügte den Wochenendaktivitäten rudern, wandern, schwimmen, saunieren, diskutieren noch eine Einheit Gartenarbeit in Hameln hinzu, bevor es zum obligatorischen Abschlussessen in der Tündernschen Warte ging. Die ersten Anmeldungen für den Wesermarathon im Jahr 2012 soll es auch bereits geben...

DK


4) Ostereiersuche einmal anders

Ostermontag 2011 fanden sich 7 Ruderinnen und Ruderer bei strahlendem Sonnenschein am Bootshaus ein, um sich einmal etwas anders auf die Suche nach Ostereiern zu machen. Obwohl ein Landtier, hatte nämlich der Osterhase seine Scheu vor dem nassen Element abgelegt und mit großem Verständnis für die Manövrierfähigkeit eines Ruderboots die Eier zwar gut versteckt, aber immer über genügend Wasser platziert.
Nach der Verteilung auf zwei Boote - einen Vierer mit Steuermann und einen Zweier ohne - ging es los. Während sich die Mannschaft des Vierers an die Absprache hielt, erst den See runter zu fahren, nach den Nestern zu schauen und auf der Rückfahrt die Eier einzusammeln, konnte es die Besatzung des Zweiers nicht abwarten und legte gleich auf der ersten Bahn los. Da zudem der Osterhase in dem Boot saß, wurde schon zielgerichtet gesammelt, während die RuderInnen im Vierer noch am Ende des Sees warteten. Den Nachteil machten sie jedoch dadurch wett, indem sie in spektakulären Ufer-Annährungsmanövern, mal mit Bug, mal mit Heck vorweg, zwei ganz besonders große Eier in Form eines blauen Fenders (mit Kanister) und eines rosa Hello-Kitty-Balles bargen.

Nachdem alle Eier - auch die in lichten Höhen besonders gut versteckten - gefunden waren, wurden die 15 Ruderkilometer vervollständigt. Anschließend wurde im Vereinshaus zu den allseits beliebten und berüchtigten Marzipaneiern, Nougat- und Zuckereiern sowie einem Aprikosenkuchenrest gemeinsam der Pokal in Form einer Flasche Eierlikör niedergemacht, beschriftet und dann auf der Ruhmesvitrine für die Nachwelt hinterlassen. Ob unser Ruderwart damit eine neue Tradition begründet hat? Das weiß wohl nur der Osterhase...
Ute D.


5) Fünf Ruderer und ein "Zweier ohne"


Als Eis und Schnee den See bedeckten,
sich bei fünf Ruderern Energien weckten.
Der " Zweier ohne" welch ein Graus,
sah wirklich nicht mehr tauglich aus.
Zweimal pro Woche traf man sich nun
und ließ manch Arbeit zu Hause ruhn.
Sie hämmerten und schraubten,
sie strichen und schwitzten.
Da drang selbst der Schleifstaub
durch Mundschutz und Ritzen.
100 Arbeitsstunden waren es bei weitem
das Boot sieht wieder aus wie zu alten Zeiten.

U.B.

6) Neujahrstreffen der Rudersparte

Am 09.01.2011 fand der diesjährige Neujahrsempfang der Rudersparte des WSV statt. Das Ereignis des „Neujahrsachters“ jährte sich zum 20. Mal, doch musste dieses Jahr das namensgebende Boot, der Achter „Moorexpress“, zum dritten Mal in Folge an Land bleiben. Das Tauwetter machte Wintersport als Alternative unmöglich, und nur wenige Ruderer folgten der Einladung zu einem Spaziergang um den Altwarmbüchener See.

Beim anschließenden Sektempfang konnte der Vertreter der Rudersparte, Bernhard Brand, dann zahlreiche Ruderkameraden/innen sowie den kompletten Vereinsvorstand und den Vertreter der Segelparte begrüßen. Er ließ noch einmal die bedeutenden Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren, bevor er das aus von den Teilnehmern mitgebrachten Leckereien zusammengestellte Buffet freigab.

Nach der gemeinsamen Stärkung bedankte sich die Ruderwartin Frauke Brauer für das Engagement mehrerer Mitstreiter mit liebevoll ausgesuchten Geschenken. Die Aktivitäten der Beschenkten konnte sie mit passend ausgesuchten Fotos belegen, was beim Publikum für manchen Lacher sorgte.

Obwohl die vergangene Rudersaison durch spätes Tauwetter und einen frühen Wintereinbruch um einige Wochen verkürzt war, hatten auch 2010 wieder 13 Personen jeweils mehr als 1000 km gerudert und erhielten einen Becher mit ihrer aufgedruckten Kilometerleistung. Die meisten km schaffte Klaus Gratz (3302 km), gefolgt von Frauke Brauer mit 3108 km. Als letzte hatte 2010 Dagmar Thürmann am 27.12. auf der Ihme die 1000-km-Marke geknackt. Trotz dieser guten Leistungen wurde mit insgesamt 37.242 km das Rekordergebnis des Vorjahres jedoch nicht erreicht.