Hier findet man viel Interessantes aus vergangenen Rudertagen:
- kommentierte Fotos, die die Veranstaltungen und Erlebnisse aus den Ruderjahren 2008 und 2009 zeigen und
- Berichte, die immer wieder gerne gelesen werden (teilweise älter, aber das nimmt ihnen nicht den Unterhaltungswert!).
Viel Vergnügen beim Stöbern!
Fotoalben
1. Fotoalbum 2008
2. Fotoalbum 2009
Berichte
1. Ehrung für Ruderer Bernhard Brand
2. Moorexpress mit Cox Box ausgestattet
3. KLAUS & klaus
4. Wellenreiten auf der Mosel
5. Dagmars kleine Ruderkunde oder Beobachtungen bei einer Wanderfahrt
1. Ehrung für Ruderer Bernhard Brand
Am
4. April 2008 ehrte die Gemeinde Isernhagen im feierlichen Rahmen im Ratssaal
der Gemeinde ihre erfolgreichsten Sportler des vergangenen Jahres sowie
Sportler, die sich seit Jahrzehnten für den Sport in der Gemeinde eingesetzt
haben. Vom Wassersport Altwarmbüchen wurde der Ruderer Bernhard Brand für seine
Verdienste für den Rudersport geehrt.
Bevor
auf seine Initiative 1983 die Rudersparte des WSV gegründet wurde, hatte er
schon ein erfolgreiches Ruderleben im DRC Hannover hinter sich und etliche
Ehrenämter bekleidet. Beim Aufbau der Rudersparte in Altwarmbüchen halfen ihm
seine guten Kontakte zu anderen Rudervereinen, von denen manches Ruderboot im
damaligen "Bootsschuppen" des WSV landete. Hinzu kamen ständig neue Boote;
so wuchs die Sparte im Laufe der Jahre zu einer beachtlichen Boots- und Mitgliederzahl
an.

Bürgermeister Bogya gratuliert Bernhard Brand
· Seit 1983 Fachübungsleiter Rudern und Trainer C, Trainertätigkeit im Bereich Kinder- und Jugendrudern (Kinder- und Jugendtraining mit WSV-Kindern bis Ende der 80er Jahre), Erfolge: sechs Bundessieger im Kinderudern im Einer sowie Landessiege im Einer, Grundausbildung von späteren Weltmeistern sowie einem Olympia-Teilnehmer,
· Durchführung von Lehrgängen für Kinder und Jugendliche zum Stegausbilder und Steuermann,
· Ausbildung von Erwachsenen, Durchführung von Steuermann- und Obleutelehrgängen sowie Schnupperkursen für Anfänger,
· Einführung und Unterstützung des Schulruderns am Schulzentrum Isernhagen, Durchführung von Projektwochen, Ruder-AGs und Kursrudern
· Einführung und Durchführung von unzähligen vielfältigen Veranstaltungen im sportlichen wie auch im geselligen Bereich an Land und auf dem Wasser.
· Initiierung und Durchführung von Arbeitseinsätzen, Initiierung und Mitarbeit von/in Arbeitsgremien verschiedener Art,
· seit 1990 Organisation von jährlich mehreren Wanderfahrten im In- und Ausland für Jugendliche und Erwachsene.
· Alle seit 1983 bis 2007 erhaltenen Übungsleiterentschädigung wurden dem WSV Altwarmbüchen gespendet.
U.B.
2. Moorexpress mit Cox Box ausgestattet
Früher benutzte der Steuermann eine Flüstertüte, damit alle Kommandos bei seiner Achter-Mannschaft akustisch verständlich waren. Diese Ära ist vorbei. Heute bedient sich der Steuermann einer mit Elektronik vollgestopften Cox-Box (Steuermann ? engl. cox-swain). Beim Kauf des neuen Achters "Moorexpress" wurde aus finanziellen Gründen auf die Cox-Box verzichtet.
Um so erfreulicher ist es, dass Helge Brand in aufwendiger Arbeit diese Box selbst konzipiert, programmiert und in den Achter installiert hat. Mit Hilfe dieser Box werden jetzt die Kommandos elektronisch verstärkt und über drei im Boot befestigte Lautsprecher abgestrahlt. Außerdem erscheint im Display der als Minicomputer gesteuerten Cox-Box die gefahrene Zeit, die aktuelle Schlagzahl und die Anzahl der Gesamtschläge. Dadurch wird ein gezieltes Training ermöglicht.
Ein Männer-Achter trainiert bereits für den Head of the River Leine und für eine Langstrecken-Achterregatta, die im Herbst auf dem Starnberger See stattfindet.
Quelle: Ulla Brand
3. KLAUS & klaus
Eine Regattareportage
Wer kennt sie nicht den „GROSSEN KLAUS„ und den kleinen klaus, die beiden WSV-Aktiven. Der GROSSE als „Wilde Sau vom WSV“ in Rudererkreisen gefürchtet, misst 1,72 m; der kleine aus dem Kanusport hervorgegangen, misst 1,71 m
Beide konvertieren aber auch gern zu anderen Sportarten, der GROSSE soll lt. Presseberichten eine heimliche Liebe zum Segeln in sich tragen; der kleine setzt sich gern ins Ruderboot, vorzugsweise auf den Steuermannssitz.
Es ergab sich aber am 29.09.2001, dass beim Head of the River Leine 2001, dem Ruderrennen quer durch Hannover, beide Kläuse zusammen im Achter saßen, KLAUS (GROSS) als kurzfristig selbsternannter Kommandeur, klaus (klein) als Steuermännchen.
Der Kommandeur versah seinen Adjutanten mit allerlei Instruktionen und renntaktischen Anweisungen (10 Dicke beim Schwarzen Bären, Höhe Dornröschen voll auf die Beine, danach lässt du die Sau raus. Mach sie fertig bis ihnen schwarz vor Augen wird.) Und ab ging’s.
Nun war der 29. September ein wunderschöner Herbsttag. Die Sonne schien ohne Unterlass, keine Lüftchen regte sich. Ein Nachmittag zum Genießen. Der Klaus’sche Achter passierte die Brücke am Schwarzen Bären (was bringt dieser schöne Tag doch für hübsches Publikum auf die Brücken). Null Dicke! Die Bootsbesatzung genoss bei moderater Schlagzahl, bar jeglicher verbaler Belästigung durch Steuerpersonal, die Passage durch Linden, registrierte zufrieden die starke Strömung von Ihme und Leine und so näherte man sich Dornröschen, auf Steuerbord im vollen Sonnenlicht liegend und behaglich vor sich hindösend.
Diese schöne Zeit permanenten Genießens ging aber leider 400 m vor dem Ziel zu Ende, denn nun schallten die Anfeuerungsrufe der Zielgemeinde über das Wasser und nötigten der Altwarmbüchener Task-Force das Letzte ab.
Applaus - ein frisch gezapftes Lindener und selbst das mühsame Herausnehmen des Bootes entfiel, denn dieses wurde nun von dem Mixed-Achter des WSV übernommen.
4 Männer, 4 Frauen und auch hier war der kleine klaus als Steuermann gemeldet. Das übliche nie ganz konfliktfreie Übergabe,-Übernahmeszenarium ausnutzend nahm sich klein klaus zum Zwecke der persönlichen Ent- und Versorgung eine kurze Auszeit, welche dem GROSSEN KLAUS, sich immer im heckwärtigen Bereich des Bootes aufhaltend, nach 5-minütiger Abwesenheit als lang genug erschien, sie als zu lang zu erklären und kurzerhand mit dem Ausruf „Attacke“ das Steuer des bereits ungeduldig wartenden Mixed-Achters an sich riss.
So kam es wie es kommen musste ...Generationen von Geschundenen, ob Chirurgen, Schnupperer, arglose Elternteile, Töchter und sonstige Unschuldige können es den „Gemixten“ nachfühlen, oropaxlos einem GROSSEN KLAUS auf großer Fahrt ausgeliefert zu sein.
Die vorgesehene Startzeit von 13:30 h (Zeit der Mittagsruhe) war wie geschaffen ohne externe Immissionen Kommandos und Befehle an den Mann/die Frau zu bringen.
Mit Schlagzahl 38 und 88 dB weg vom Start, vorbei am Krankenhaus Siloah, DRC und Hautklinik, beim Schwarzen Bären 20 Dicke, mit einem wie entfesselt agierenden Steuer-KLAUS in den Mündungsbereich der Leine hinein, schon ist Dornröschen in Sicht, da geschieht das Unfassliche: es herrscht urplötzlich kleinklausmäßige Ruhe im Boot...
Klaus GROSS deutet auf Schilddrüse/Stimmbänder und zeigt damit an, dass der Rudergott (GROSS) ein Einsehen hatte mit ungestörter Dornröschenidylle, Ansprüchen auf Anrainermittagsruhe und schutzlosen Ruderknechten. Er nahm dem GROSSEN KLAUS die Stimme nicht für ewiglich aber zur rechten Zeit und soll dabei gemurmelt haben:
Ein ÄSKULAPSUS zur rechten Zeit... bringt Ruhe und Gelassenheit.
B. B.
4. Wellenreiten auf der Mosel
Die Idee über Pfingsten an die Mosel zu fahren hatten viele. Daher mussten sich die Wanderruderer auch den Fluss mit vielen Booten teilen. Da es sich bei den anderen Booten aber fast ausschließlich um Boote mit Motor handelte, die so richtig große Wellen erzeugten, konnten die meisten ganz neue Erfah-rungen auf dem Wasser sammeln.
"Ruder halt ? Blätter ab ? Boot parallel zu den Wellen, überlegen nach Back- oder Steuerbord und auf den Wellen reiten". Hierbei waren vor allem die Obleute gefragt, auf die man sich hundertprozentig verlassen konnte. Aber auch für die Mannschaften waren die Wellen eine Herausforderung. Ein Gewitter mit Hagelschauer, das uns ausgerechnet in der Schleuse erwischte, überlebten alle pudelnass und einige murmelten: echt Adventure. Dafür ging es dann in den eingelegten Pausen total entspannt zu, ob in den Weindörfern Beilstein, Brodenbach oder Winningen ? überall wartete der Moselwein auf uns und dementsprechend stieg die Stimmung höher als die Wellen. Die Weiterfahrt wurde danach immer lustiger, zumal auf der Barke rege Kommunikation wegen der besonderen Anordnung der Ruderplätze möglich war. Anders als auf dem "normalen" Ruderboot sitzen hier zwei Ruderer nebeneinander und bis zu drei "Touristen" hatten ebenfalls noch Platz. Als Barke und Doppelvierer dann abends am Pfingstmontag im Ko-blenzer Ruderverein Rhenania anlegten, die tonnenschwere Barke mit vereinten Kräften und Ingenieurskunst wieder auf dem Trai-ler lag, war man sich einig: Pfingsten war mal wieder viel zu kurz.
Quelle: Ulla Brand
5. Dagmars kleine Runderkunde oder auch Beobachtungen bei einer Wanderfahrt (2004)
Dagmars kleine Ruderkunde